Dienstag, 26. Juli 2011

Cool Running

Gleich zu Beginn ein Sorry an meine treuen Leser (an alle beide), weil ich letzte Woche kein Geschichtchen geschrieben habe. Aber letzte Woche war ich auf Sommerfrische in der Steiermark, wobei man das durchaus wörtlich nehmen kann. Aber nachdem ich ja im Februar in Indien war und es dort bekanntlich mehr als 30 Grad hatte, bin ich schon sehr froh, dass es jetzt ein bisschen kühler ist.

Ich verstehe das Gemotze über das aktuelle Wetter überhaupt nicht! Als ich gestern in die Stadt gefahren bin, um mir ein paar heiße Maroni und etwas Glühwein zu kaufen, habe ich kaum gefroren unter meinem Norwegerpulli, Mütze und Handschuhen. Gut, ich hatte Glück, untertags war die Donau noch nicht zugefroren und ich war zu Hause, bevor der Schneesturm richtig eingesetzt hat. Man muss sich halt anpassen und richtig  anziehen. Ich glaube ja, AmyWinehouse ist erfroren, weil sie keine Mütze angezogen hat (I say no. no, no).

Man sollte auch immer versuchen, das Beste aus jeder Situation zu machen. Nach dem Motto, Sommer, Sonne und Strand sind wo ich bin, habe ich mir gestern zwei Tonnen Sand liefern lassen und in der Wohnung verteilt, dank der kostengünstigen Fernwärmeheizung konnte ich die Zimmer auf angenehme 35 Grad heizen, und dazu habe ich mir 4 alte Röhrenfernseher gekauft, damit ich von allen Seiten braun werde. Mit ein wenig Silikon hab ich den Schrankraum soweit dicht bekommen, dass ich Wasser einlassen konnte. Das Bügelbrett erwies sich als guter Sprungbrett-Ersatz. Und damit die Urlaubsstimmung perfekt war, kaufte ich mir noch einen großen Becher Eis am Schwedenplatz - den konnte ich locker nach Hause tragen, ohne die Kühlkette zu unterbrechen.

Gut, dieses Verhalten stößt nicht überall auf Wohlwollen. Ein Typ von Greenpeace war bei mir und meinte, dass das permanente Heizen sowie die gar nicht mal so günstige Lieferung von im Toten Meer gewaschenem Südsahara-Sand den Treibhauseffekt gefährlich fördere. Ich hab ihn daraufhin mittels 3 Dosen Haarspray und den Worten "wenigisten einer macht was dafür!" aus der Wohnung gejagt. Seitdem wird meine Wohnung von drei Blauwalen, die von 50 Aktivisten befeuchtet werden, belagert. Aber, um es mit den Worten eines vom Aussterben bedrohten Indianerstammes zu sagen: erst wenn die letzte Ölbohrplattform geschlossen ist und die letzte Tankstelle dicht macht, werdet ihr merken, dass man nachts bei Greenpeace kein Bier kaufen kann!!!
Ich wünsche euch allen noch eine nette "Sommer"-Zeit, und spätestens zu Weihnachten hat´s dann sicher angenehme 20 Grad!


Mittwoch, 13. Juli 2011

Manta Manta

Heute sitze ich nach einer halben Ewigkeit wieder einmal im Café Korb. Das Korb ist ja vor allem deshalb ein sehr untypisches Altwiener Kaffeehaus, weil hier die Kellner super nett sind und man sich nicht devot entschuldigen muss, wenn man etwas bestellen mag. Im Übrigen habe ich innerhalb von 5 Minuten mein Frühstück bekommen und mein E-Bike neuen Strom. Besonders bei einem Wetterchen wie diesem sitzt es sich besonders nett vor dem Lokal. Hier kann man zu seiner Melange und einer Zigarette auch noch die Leute rundherum beobachten. Und da sind vor allem jene besonders interessant, die mit Autos herumkreisen.

Autofahren - oder jetzt auch Radfahren - finde ich in Wien ja besonders spannend. Wir finden in dieser Großstadt folgende Typen von Verkehrsteilnehmern:
Fahrer mit Liebe zur Titanic
Sie fahren, als würden sie um jeden Preis den nächsten Eisberg rammen wollen, außerdem rufen sie im Geiste bei jeder grünen Ampel "Ich bin der König der Weeeeeeelt!"

Mäner mit Egoproblem:

Da gibt`s echt eine Menge davon! Erkennbar an gaaaanz großen Autos und kleinen - naja - Nasen. Mein kleiner Ford Ka war zwar eher ein Handmixer mit Rädern und Außenbordmotor als ein Auto, aber in der Stadt recht ein Flitzer. Und mir ist es mal am Ring passiert, dass ich halt bei einer Ampel recht zügig weggekommen bin und mich dann nach ein paar Sekunden ein Typ mit hochrotem Kopf, BMW und seeeehr kleiner Nase überholt hat ....

Lebensmüde:
Vor allem unter Fußgängern ist dieser Typ sehr beliebt. Meistens vor Gewittern gehen diese unmotiviert und recht spontan vom Gehsteig runter auf die Straße. Ich verstehe schon, dass man in Wien manchmal sein tristes Dasein beenden möchte - aber warum ausgerechnet auf oder unter meiner Motorhaube??

Gymnasiallehrer:
Die dürfen anscheinend frei herum laufen. Man erkennt sie daran, dass sie jedem - und im Speziellen mir - erklären, warum sie im Recht sind und man selber nicht. Und darüber hinaus auch noch, was man besser machen muss. Damit es pädagogisch wertvoll bleibt, werden diese Tipps schreiend artikuliert.

pragmatisierte Gymnasiallehrer:
Das sind Fälle im fortgeschrittenen Stadium. Wie oben beschrieben, nur wird im Auto bei verschlossenen Fenstern und unabhängig von eventuellen Zuhörern oder eben rekrutierten Schülern geschrien.

Katholische Priester:
Diese erkennt man daran, dass sie bei jedem Manöver von anderen immer die Hände gen Himmel werfen und Stoßgebete intonieren. Wichtig: wenn beim Auspuff weißer Rauch rauskommt, fährt der Papst mit!

Die Kontaktfreudigen:
Erkennt man im besonderen auf der Autobahn, wenn man mit 140 Sachen unterwegs sind, und deren Stoßstange schon auf meinen Rücksitzen sind.

Die Vorsichtigen:
Zum Unterschied zu den Kontaktfreudigen bemühen sich diese dass niemand zu schnell auf der Autobahn fahren kann. Deshalb fahren sie mit rund 100 km auf der linken oder mittleren Spur. Dies sorgt auch bei anderen Verkehrsteilnehmern immer zu unglaublicher Gelassenheit.

Die Ultravorsichtigen:
Sie sind gaanz leicht im Winter zu erkennen: wenn die erste Schneeflocke fällt, bremsen sie sich auf Schritttempo zusammen, damit am Gürtel auch ja nix passieren kann - es könnten sich ja ein paar Schneeflocken zusammen tun und einen auf Grönland machen!

Die Ultra-Ultravorsichtigen:
Falls einem dieser Fahrer mal der Autositz auf die Autobahn plumpst, haben sie demselben schon mal die Sicherheitsweste umgeschnallt!

Die Multitasker: Diese Gruppe macht eine oder mehrere dieser Tätigkeiten parallel zum Autofahren und mir Angst:
Facebookstatus aktualisieren
essen und telefonieren
Fingernägel lackieren
Im Plan nachschauen
Radiosender nach Alphabet sortieren
sich rasieren oder föhnen
ein Kind zeugen
etc.

Obdachlose Discobesitzer:
Diese doch recht große Randgruppe lebt diese "Berg/Prophet-Philosophie", frei nach dem Motto, wenn du nicht in die Disco willst, komme ich mit meinem Auto vor deinen Schlafzimmerbalkon und mache Disco bis zum Tinnitus. Ob bei diesem Typ auch die Nase klein ist, weiß ich nicht - aber auf alle Fälle das Trommelfell! Sie haben außerdem meist Migrationshintergrund und einen 3er BMW. Ob da ein kausaler Zusammenhang besteht, weiß ich nicht, vermutlich liefert die Karre einfach genug Strom, und in der Türkei gibts keinen anderen Autos.

Leute mit Angst vor Kurven:
Oder wie der Experte sagt: Arcusphobiker mit Bulimie! Vor denen muss man sich hüten. Wenn eine Kurve kommt - brechen die aus!

Vorsicht aber nicht nur vor denen! Wie in meiner Jugend gelernt gibt es ja Verkehrsteilnehmer, auf die man besonders aufpassen muss und die vom Vertrauensgrundsatz ausgeschlossen sind. Hierzu zählen Kinder, alte Menschen und Betrunkene. Beim Autoverkehr zählen zu dieser Gruppe zusätzlich
Fahrschulautos, Taxifahrer, Diplomaten, Mann mit Hut oder Baseballkappe, alle Autos, wo in der Rückscheibe ein Klorollenhut oder ein Wackeldackel drin oder das Pickerl "Ich bremse auch für Tiere" draußen ist, sowie alle Autos, bei denen das Kennzeichen mit KO oder GF anfängt.

Ich habe ja meinen Autoschlüssel an den Nagel gehängt und bin jetzt glücklicher Besitzer eines E-Bikes. So kann man zwar keine Frisösinnen abstauben, aber vielleicht habe ich ja im 3.Welt-Laden Glück. Außerdem ist
man damit sehr schnell unterwegs in Wien und Parkplätze sind auch kein Problem. Also brauche ich momentan kein Auto, aber nachdem ich aber langsam auf die 40 zulaufe, kaufe ich mir sicher demnächst einen
Sportwagen!

Vor kurzem bin ich schon mal einen De Lorean testgefahren. Aber der heißt auch nix.
Das Lenkrad wackelt, die Gänge gehen streng rein und bei 140 Km/h (88 Meilen) verschwindet der einfach ....

Mittwoch, 6. Juli 2011

Job Rotation

Da ich gerade seit einer halben Ewigkeit im Café Florianihof sitze und den hüschen Kellnerinnen nach- und zuschaue, kreisen heute meine Gedanken um die Arbeit. 
Es gibt ja in diesem Land sehr viele Menschen, die mit ihrem Job unzufrieden sind. Soziologen, die mit ihrem Job in der Systemgastronomie unglücklich sind, Manager, die lieber eine Golfkarriere anstreben würden, Beamte, die etwas mit Bewegung machen wollen, oder (Achtung Monty Python Insider!) Frisöre, die lieber Holzfäller werden wollen.

Ich habe ja grundsätzlich einen recht feinen Brotverdienst, aber mitunter ärgere ich mich natürlich auch. (Apropos ärgern, nach 20 Minuten in diesem Kaffeehaus frage ich mich gerade, mit wem ich hier schlafen muss, um einen Kaffee zu bekommen. Was ich für ein Frühstück machen muss, will ich ja gar nicht mehr wissen - vermutlich eine Niere spenden.)

Wo war ich? Ach ja, bei meinem Job. IT-Projektmanager lässt sich am besten beschreiben als eine Melange aus Montessori-Kindergärtner, Schulwart, Dompteur und Escortservice mit Computerführerschein. Aber für die Momente, in denen ich mich über Arbeit oder Kollegen ärgere, habe ich eine ideale Therapieform endeckt, die ich euch heute vorstellen möchte.

(Oh Wunder! Ich habe ein Frühstück bekommen und besitze noch immer alle Innereien und meine Selbstachtung!)

Und zwar nennt sich diese Form der Heilung "Unterschiedliche Interaktion mit der österreichischen Post". Als Einstieg in diese Therapie eignet sich "Ein Packerl bei dem Lieferanten seiner Wahl bestellen".
Nach der Bestellung kommt nach unterschiedlich langer Zeit ein gelber Zettel ins Haus geflattert. Falls man besonderes Glück hat, bekommt man diesen beim Verlassen der Wohnung mit der Information, dass man soeben in ebendieser nicht anzutreffen war.
Diese Übung lehrt, dass es unterschiedliche Realitäten gibt. Nur dass man glaubt, in der Wohnung gewesen zu sein, heißt noch lange nicht, dass es so WAR.

Mit dem Zettel ausgestattet, geht man nun zu dem Postamt, welches da beschrieben steht. Dies kann variieren - beim letzen Mal stand bei mir ein komplett anderes als sonst. Hier lernt man, geistig flexibel zu bleiben und
sein Hirn mit immer neuen Situationen zu konfrontieren. Im Postamt angekommen, gibt es dann 4 - 8 Schalter, bei denen je ein Postbeamter sitzt und gerade Mittagspause hält, den einzig offenen Schalter erkennt man an der Schlange, die bis zur Tür ragt.
Hier lernt man gleich zwei Dinge: man kann sich gar nicht genug Zeit zum Essen nehmen! Ich nehme mir meistens einen kleinen Picknick-Korb und einen Rucksack mit gut gekühlten Getränken  mit, um auch die kurze Wartezeit in der Schlange zu überbrücken. Außerdem bekommen auch andere Mitansteller schon nach wenigen Stunden etwas Durst und so kann man seinen Altruismus schulen oder ein Taschengeld dazuverdienen. Womit wir schon bei der zweiten Sache wären: stehende Meditation! Man lernt durch innere Gelassenheit die Farbenspiele, die durch den Lauf der Sonne eines Tages entstehen, kennen und lieben!
Ist man dann beim Ziel seiner Wünsche angelangt, gibt man dem Postbeamten den gelben Zettel (daneben noch einen Ausweis, Lebenslauf, einwandfreien Leumund und eine Bestätigung seines Notars, dass der Postler im Testament berücksichtigt wurde).

Hier gibt es unterschiedliche Verläufe der Therapie. In meinem Fall bekam ich die Information, dass hier kein Packerl für mich läge. Dadurch lernt manmit Rückschlägen, Wut, abgrundtiefer Niedergeschlagenheit und Mordphantasien in denen oft die Farbe Gelb vorkommt umzugehen. Im spielerischen Dialog muss man nun versuchen herauszufinden, WO sich das Packerl befindet. 
Nun wird die Nummer, die auf dem Zettel geschrieben steht, relevant. Auf meinem Zettel stand sie in einer Mischung aus Altgotisch und Ägyptischen Hieroglyphen - und die Postlerin fand konsequent heraus, dass ich an der unleserlichen Schrift selbst Schuld habe
So lernt man auch als Single die Vorteile einer Beziehung kennen.

Nun geht es ums Prinzip "wer suchet, der findet" und man muss jetzt sein Gegenüber von diesem Prinzip überzeugen.
Neben dieser Überzeugsarbeit übt man auch die Technik der Deeskalation - zum einen die Postlerin weiter zum Suchen zu animieren und gleichzeitig den meuternden und hungrigen Mob, der noch immer wartet, in Schach zu halten.

Nach rund 30 Minuten Telefonat der Postlerin mit der Zentrale, dem Vatikan und der NASA wurde herausgefunden, dass mein Packerl eh in der Filiale die neben der Wohnung liegt hinterlegt ist. An diesem Punkt lernt man seine doch kleine Stellung im Kosmos kennen dass wir alle fremdbestimmt sind und der freie Wille eine Illusion ist.

Nachdem ich meine Vorräte aufgefüllt habe, mich frisch rasiert und noch eine Woche Urlaub genommen habe, bin ich in Richtung meiner "normalen" Filiale aufgebrochen. Der Geist ist ja ein Gewohnheitstier, und so lernt es neue Dinge nur durch ständige Wiederholung. Zum Glück konnte ich das Erlernte nochmals in der zweiten Filiale wiederholen.
Hat man nun sein Päckchen in der Hand, kann man heimkehren, um seinen Partner und seine Kinder, die inzwischen größer geworden sind, in die Arme schießen. Und die wenigen Wochen bis zur Pension kann man sich freuen einen Job in einer vernünftigen Firma zu haben. 

Wenn´s wirkich wichtig ist, dann lieber mit der Post.







Mittwoch, 29. Juni 2011

Neue Geschäftsideen braucht das Land

Ich sitze wieder mal - nach einer halben Ewigkeit - im Prückl. Hier bekommt mein alter Traum, ein Kaffeehaus aufzumachen, neuen Stoff. Wobei - in Wien ein Kaffeehaus aufzumachen, ist vermutlich so schlau, wie Eskimos (huch, die heißen ja jetzt Inuits) Kühlschränke verkaufen zu wollen.
Also brauche ich eine andere Geschäftsidee. Ingrid (der übrigens der Dank für eine halbwegs gerade Rechtschreibung in diesem Blog gebührt - sie liest nämlich jeden Eintrag zuerst Korrektur) und ich hatten eine geniale Idee:
Eine Singlebörse mit einer Hotelbewertungsseite kreuzen! Checkdate.com! Da lernt man einen Menschen kennen und kann sich mal die Einträge und Bewertungen der Person durchlesen!
Den Bewertungskatalog kann man eigentlich 1:1 übernehmen. Zimmer, Ambiente, Service, Lage, Gastronomie, Sport und Unterhaltung. Eine Bewertung würde dann ungefähr so ausschauen (und die habe ich von einer Hotelbewertungsseite geklaut und nur leicht geändert):

“Ich hatte eine wundervolle Nacht bei Peter. Er war freundlich und sehr um mich bemüht, die Wohnung ist sehr schön und gepflegt, das Frühstück war gut und ... es hat einfach alles gepasst!!”

Oder
“Jasmin machte augenscheinlich einen guten Eindruck. Sie ist, was Sauberkeit und aktuellen Zustand anbelangt, in guter Verfassung. Die Wohnung wird Tip Top gereinigt und gepflegt. Der Service ist gut bis sehr gut. Das Bier und der Wein schmecken sehr gut und passten hervorragend zum Abendessen. Danach ging es zur Abendanimation, diese war besonders originell und führte mich durch Küche, Wohn- und Schlafzimmer. Das Frühstück war sehr einfach, aber schließlich bin ich ja nicht zum Essen gekommen :)”

Man muss natürlich bei so einem System immer für seinen Ruf sorgen - eine vernichtende Kritik kann da schon mal die Streetcredits zamhauen. Zum Beispiel wenn Folgendes zu lesen wäre:

“Ich wollte mal etwas Exotisches ausprobieren und bin deshalb bei André gelandet. Gleich nach dem Betreten der Wohnung ist mir eine große Unordnung aufgefallen. Zum Abendessen gab es Tiefkühlpizza und Bier und das Abendprogramm wurde mit den Worten "Erster" nach 5 Minuten beendet. Ich kann nur sagen nie wieder!”

Natürlich kann so ein System ein bisschen Druck aufbauen, der sich vor allem bei Männern durch massiven Druckabfall manifestieren kann. Und dann muss man sich nach einem schlechten Abend auch noch eine schlechte Bewertung fürchten. Und das kann schon manche etwas nervös machen, aber mit etwas Leistungsdruck muss man umgehen müssen ;-)

Mittwoch, 22. Juni 2011

jaja die heutige Zeit

What`s up, Pros, Bitches, und was sonst noch bei 3 nicht im nächsten Club abhängt - yo!

Ich habe ja an dieser Stelle vor zwei Wochen ein bisschen in meiner Jugend geschwelgt.
Gerade für so alte Knochen wie mich ist die heutige Zeit nicht ganz verständlich. Nein, nicht weil man schon lauter mit mir reden muss, sondern weil ich einfach manche Dinge nicht nachvollziehen kann.

Zum Beispiel ist ja jetzt die 8. Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“ zu Ende gegangen. Da wird seit 8 Jahren diese Show mit unglaublichem Aufwand (Casting von Harz4-Empfängern, Beleidigen derselben, die restlichen werden um- und angezogen, und so weiter und so fort) betrieben, und offensichtlich haben sie den noch immer nicht gefunden! Ich meine, soooo groß ist das Land auch nicht. Glücklicherweise suchen sie ja nicht den Superkabarettisten (bei einem Interview antwortete Robin Williams auf die Frage einer deutschen Moderatorin, warum es mehr Comedy in Amerika als in Deutschland gäbe, mit der Gegenfrage "vielleicht habt ihr ja alle lustigen Menschen umgebracht?“).

Aber es geht nicht um den Humor unserer deutschen Nachbarn (wobei die uns da ja einiges vorraus sind - an Angela Merkl kam ja nur der Kurzzeitcomedian Herbert Haupt ran), sondern um Dinge, die sich mir nicht ganz erschließen.
Wieso stehe ich ich alle 5 Stunden auf, um Erdbeeren in Farmville zu ernten, schaffe es aber nicht, die Blumen am Balkon zu gießen?
Oder wieso sammle ich 8 Nägel und 7 Bretter, um eine Scheune zu bauen? Und das funktioniert auch noch!
Versucht mal so, ein Ikearegal zusammen zu bauen! Aber nicht vergessen: zuerst bei allen Freunden Billy-Einzelteile sammeln! (Diese können diese Teile als Geschenk mitbringen, wenn sie wieder mal zu Besuch sind, um deine Pflanzen zu gießen.)
Aber auch Wörter werden nun echt anders verwendet, zum Beispiel hat meine Großmutter selig nicht verstanden, wie so ein großes gelbes Telefonbuch nun in das Handy reingekommen ist...

Worauf ich aber eigentlich seit zwei Wochen hinkommen wollte, ist die Musik. Es ist ja nicht so, dass ich mit den Schrammeln aufgewachsen wäre, und die 80er und 90er ohne mentalen Schaden zu überleben, ist sicher auch nicht so einfach. Aber vor kurzem war ich in einer Disco, wo die ganze Zeit eine Mischung aus Schlager und Volksmusik gespielt worden ist! Ich kannte ja gut 80% davon nicht, aber meine Mitgeher waren unglaublich textsicher! Außerdem sind um jede Frau rund 10 Männer gekreist. Also Viehmarkt mit Frühschoppen ist eine wohlwollende Umschreibung dieser Veranstaltung.

Nach 20 Minuten war ich wieder raus aus dem Schuppen und habe beschlossen, dass ich ab jetzt nur noch auf 80er Partys gehe und den dortigen mentalen Schaden in Kauf nehme. 

Gestern war ich dafür bei der geheimen Schnatterei :).  Das ist ein bisschen wie Blind-Speed-Dating mit Catering. 
Man meldet sich an, bekommt die Adresse von einer Wohnung, und isst dann dort mit 12 wildfremden Menschen zu Abend. Nach jedem Gang setzt man sich um und lernt so einen Haufen  lustiger und interessanter Menschen kennen. 
Das Essen war wirklich genial, die Leute entzückend und das Ganze geheim ;-).
Ich wünsche euch allen ein schönes langes Wochenende, und falls jemand in Wien bleibt und etwas unternehmen will (so lange es nichts mit Discos mit Volksmusik zu tun hat), kann er sich ja bei mir melden.

Mittwoch, 15. Juni 2011

Diesmal etwas Werbung!

Ich habe das Gefühl, dass ihr genau so gespannt seid wie ich, wie das Geschichtchen von letzter Woche weiter geht. Auf diese müsst ihr aber mindestens noch eine Woche warten.

Diese Woche möchte ich nämlich Werbung für eine Veranstaltung machen, bei der ich am Samstag anzutreffen bin. Und zwar geht es um Living Books. Hier gehts zum Link

Für alle, die das nicht kennen: bei Living Books kann man sich an Stelle von Büchern Menschen ausborgen.
Das hat nichts mit Menschenhandel zu tun, sondern es geht darum, dass man mit Menschen in Kontakt tritt, mit denen man das vielleicht sonst nicht tun würde.

So besteht beispielsweise die Möglichkeit, mit einem Obdachlosen zu sprechen, mit einer Muslimin mit Kopftuch oder mit einer Ordensschwester. Es geht nicht darum, jemanden zu überzeugen, sondern eventuell neue Sichtweisen zu erlangen.

Das Ganze ist kostenlos. Ich habe z.B. noch nie so lange mit einem Polizisten geredet, ohne dafür zu zahlen.

Der Ablauf ist recht einfach, man setzt sich in netter Kaffeehausatmosphäre mit dem „Buch“ zusammen und fragt oder spricht über alle Dinge, die einen interessieren. Da diese Menschen ja keine Rollen spielen, sondern wirklich diese "Bücher" sind, ist natürlich etwas Fingerspitzengefühl gefragt. Die Frage an eine Polizistin, wie es denn so sei, sein Geld auf der Straße zu verdienen, ist z.B. etwas unpassend.

Einmal hat mich ein "Leser" gefragt, ob man sich die „Bücher“ nach Hause mitnehmen kann. "Leider nein," habe ich ihm geantwortet, "sonst würde ich mir die 24-jährige Nymphomanin ausborgen."

Diesmal findet Living Books in der Brunnenpassage im KulturSozialRaum statt.
Samstag, 18.6.2011, 12:00-18:00 Uhr
Wien 16, Brunnengasse 71 / Yppenplatz


Folgende Bücher sind diesmal mit von der Partie:
Ehrenamtliche(r) Banker(in), Ehrenamtlicher Entwicklungshelfer,
Evangelischer Pastor, Ex-Spielsüchtiger, Flüchtling aus Afghanistan,
Georgierin, Kriminalbeamter, Muslimin mit Kopftuch, Obdachloser,
Ordensschwester, Polizist, Polizistin, Sozialarbeiter, Totengräber,
Trockener Alkoholiker, Tschetschene, Türkischstämmige Österreicherin,US-Amerikaner


würde mich freuen den einen oder anderen von euch dort zu treffen.

Donnerstag, 9. Juni 2011

Kinder bin ich alt!


Also nicht damals-bin-ich-mit-dem-Kaiser-um-die-Häuser-gezogen-alt, aber zumindest so alt, dass ich mich erinnere, als ich Musik auf Schallplatten im Geschäft gekauft habe, um sie dann auf Audiokasetten aufzunehmen (für die Jüngeren unter uns: das waren gaaaaanz lange Bänder, auf die man Musik aufnehmen konnte, und zwar eine ganze (!) Stunde auf zwei Seiten. Hat man ein spezielles Lied hören wollen, musste man gefühlte 10 Minuten herumspulen, bis man es endlich gefunden hatte, um es dann - vorausgesetzt, der Walkman war ausnahmsweise auf Diät und hat das Band nicht gefressen - in bester analoger Grammofonqualität zu hören).

Ah ja, und Schallplatten oder kurz "Platten" waren große schwarze Scheiben, die man sehr vorsichtig auf den Plattenspieler gelegt hat, um mit Hilfe einer Plattennadel Musik heraus zu bekommen. Wenn man nicht aufgepasst hat, hat man die Platten zerkratzt oder die Nadel verstaubt oder gleich kaputt gemacht. Dann musste man noch darauf achten, die richtige Geschwindigkeit zu nehmen (große Platten 33, kleine Platten 45, 77 nur für lustige Partyspiele). Wenn ich die richtige Stelle meiner zerkratzten EAV-Platte mit 45 abgespielt habe, klang das, als hätte Klaus Eberhartinger Tourettesyndrom auf Speed.

Weiters habe ich echte Freunde gehabt, also welche, die man wirklich trifft (dafür musste man mindestens zwei Stunden barfuß durch meterhohen Schnee hatschen). Und wenn mir etwas gefiel, was die so taten oder trieben, habe ich ihnen das gesagt und nicht den Daumen hochgehalten und gedacht "gefällt mir".

Außerdem haben Termine damals noch was bedeutet! Man musste zunächst stundenlang warten, bis das Vierteltelefon mal frei war, um sich etwas für "in einer Woche am Samstag um 14:30" auszumachen. Da war nix mit "rufen wir uns noch zam". Ich erinnere hier auch gerne an den "Notschilling", den man immer bei sich tragen musste und NIE für Kaugummi ausgeben durfte, sondern eben gebraucht hat, wenn die Welt untergeht, damit man noch zu Hause anrufen kann - vorausgesetzt, das Vierteltelefon war zufällig frei.

Im Übrigen hatte man eine Beziehung oder man hatte keine (eventuell hatte man eine hatscherte Gschicht). Aber es war nie kompliziert! Und wenn doch, hat das niemandem gefallen!

Falls ich einen Cartoon in einer Zeitung lustig fand, bin ich nicht in den nächsten Copyshop gelaufen und hab ihn jedem auf der Straße unter die Nase gehalten in der Hoffnung, möglichst viele zu treffen, die den Daumen hochhalten und sich denken "gefällt mir".

Auch wäre ich nie auf die Idee gekommen, wenn mir jemand einen Brief geschickt hat, diesen zu nehmen und an alle Freunde weiter zu schicken mit dem Vermerk fyi, cu + xoxo stef (für Neuankömmlinge in der Gegenwart: for your information, see you and hugs and kisses Stefan).
Und ich habe noch in echtem Geld - SCHILLING! - gezahlt. Damals war ein Schilling so viel wert wie heute ein Euro, nur hatte man mehr davon :)

Aber eigentlich wollte ich nicht in der guten alten Zeit schwelgen, sondern von der heutigen Jugend erzählen. Was bin ich froh, dass das der Jörgerl nicht miterleben muss (der sitzt jetzt sicher glücklich auf einer Wolke mit einer Flasche Wodka und sieht sich seine Jungs von hinten an). Ach ja, wo war ich? Bei der heutigen Jugend! Aber jetzt war meine Einleitung so lange - von der erzähle ich dann nächste Woche :) xoxo und ich hoffe, es gefällt euch. Daumen hoch!





Donnerstag, 2. Juni 2011

Lebst du schon oder schraubst du noch?


Vor kurzem habe ich eine gute Freundin zum schwedisch Essen ausgeführt. Lasst es mich so zusammen fassen: bei einer Küche, die auf Fleischbällchen und Daimtörtchen basiert, wundern mich die Möbel auch nicht mehr. Wie auch immer – ich dachte, das ist eine gute Gelegenheit, meine Vorurteile einem Test zu unterziehen und die Forschungsergebnisse hier niederzuschreiben.

Gleich zu Beginn unserer Expedition stießen wir auf die ersten Probleme denn es erwies sich als sehr schwer
mit den Ureinwohnern in Kontakt zu treten. Sie leben in kleinen Gruppen zwischen Regalen und erkennen kann man sie an ihrem gelben Fell mit blauer Zeichnung. Sie scheinen sehr scheu zu sein und auch, wenn man Futter mitbringt (Fleischbällchen mit Daimtorte), kommen sie nur sehr zögerlich aus ihren Verstecken. Fragen, die mit „wo finde ich...“ beginnen, werden als Angriff auf ihr Territorium gewertet. Ganz schwierig ist grundsätzlich das Ansprechen – in Schweden wurde ja in den 60er Jahren per Umfrage das “Sie“ aus der Sprache geworfen. Aber auf “Du“ reagieren viele Exemplare der Spezies, die bei uns heimisch geworden ist, auch verwirrt. Übrigens beschäftigt dieses Thema offenbar mehrere Forscher: Google hat auf die Frage „Warum duzen sie mich bei Ikea?“ 849.000 Ergebnisse gebracht.
Man muss sich immer vor Augen halten, dass es sich hier um eine einzigartige Kultur handelt, die mit unserer nicht zu vergleichen ist. Da es in ihrem natürlichen Lebensraum sehr viel Schnee gibt, sind diese menschenähnlichen Wesen sehr oft zu Hause und einsam. Deshalb haben sie begonnen, Dingen Namen zu geben. So kann man alleine im Schnee in seinem Blockhaus sitzen und ist dennoch von ganz vielen Freunden umgeben.
Hat man einmal das Vertrauen der Eingeborenen gewonnen, bekommt man von ihnen rieeeeesige Kartonschachteln überreicht, deren Inhalt eine Art schwedisches Puzzle darstellt. Ganz wichtig: in jedem dieser Kartons ist ein kleines metallenes Ding – vermutlich eine Art Phallussymbol – namens Inbusschlüssel.

Singletipp Nummer eins:
Wie schon Tommy Jaud in seinem Bestseller „der Vollidiot“ geschrieben hat: gehe niemals alleine zu IKEA. Es gibt kaum Deprimierenderes (naja, vielleicht ein Weight Watchers-„All you can eat“-Buffet)
Außerdem, was macht man alleine mit dem Standardeinkauf (Servietten, Kerzen und Benjamin Bäumchen)?

Singletipp Nummer zwei:
Der Spruch „Lass uns zu IKEA fahren und Betten testen“ ist zwar lustig, führt aber nicht zum gewünschten Ziel!

IKEA-Mitarbeiter sind wirklich humorlos. Hier ein paar Dinge, die ihr nie tun solltet, ich habs probiert:

Niemals beim Rückgabeschalter sagen: „Das passt nicht zusammen, da müssen die Kinder aber schleißig gearbeitet haben“.

Auch ganz schlecht (Singeltipp Nummer drei): eine hübsche IKEA-Mitarbeiterin zum Abendessen einladen, ihr die Zutaten hinstellen und sagen: „Kannst du selber zusammenbauen. Als Hilfestellung bekommst du sogar ein Rezept, aber das besteht nur aus Piktogrammen.”
Besonders doof - weil die das vermutlich viel zu oft hören - die Frage: „Hat das Möbelstück xyz auch einen Elchtest gehabt?“

Ah ja, falls ich mal ein Kind haben werde, werde ich es auf den Namen des IKEA-Möbelstücks taufen, auf dem es gezeugt wurde.
Danach brauche ich nur einen Zehnerblock beim Kinderpsychologen kaufen, für den Zeitpunkt, wenn es lesen gelernt hat und draufkommt, es heisst nach einem Regal im Abstellkammerl. („Wieso fragst du, Gorm?”)

Mittwoch, 25. Mai 2011

Lauf Forrest lauf!

Wie einige von euch wissen, bin ich ja unter die Läufer gegangen. Wobei hier “gegangen“ wirklich wörtlich zu nehmen ist, denn wenn ich laufen gehe, werde ich regelmäßig von Omas mit Rollator überholt.

Vor zwei Jahren dachte ich, Laufen sei nur etwas für Yuppies in der Midlife Crises. Nun weiß ich, dass das stimmt. Und schlimmer noch: ich bin einer davon. Aber das Schöne am Laufsport ist, hier gibt es für alle Leistungsstufen einen Bewerb. In meiner Firma sind ja alle sehr sportlich und trainieren für die unterschiedlichsten Wettbewerbe - Marathon (42 km laufen), Iron Man (42 km laufen, etwas vergessen, mit dem Rad ein paar Runden fahren, und wenn`s einem eingefallen ist, ein bisschen Schwimmen), Managertriathlon (Waldlauf, O-Saft und Geschlechtsverkehr) und nicht zuletzt der Bankerlauf (schneller laufen, als der Euro fällt).

Darüberhinaus gibt es Läufe für unterschiedliche Zielgruppen jeden Alters. Frauenlauf, Nightrun, Pedikürenlauf (da darf man nur mit eingewachsenen Fußnägeln antreten) sowie H&M Schlussverkaufrun für Hausfrauen (wobei dies streng genommen mehr Wrestling als Laufen ist) sind nur einige der vielen Veranstaltungen, die es im Laufe eines Jahres so gibt. Auf ein Event sind viele Wiener Männer neidisch: die türkische Macho Runde - hier muss der Mann immer exakt 3 Meter vor seiner eigenen Frau herlaufen.
Einen Lauf finde ich besonders nett: man lässt Kinder ums Rathaus laufen, pro Runde, die sie schaffen, gibt`s Geld und das wird verwendet für - ACHTUNG! - die Bekämpfung von Kinderarbeit.
Ich finde das ein bisschen wie eine große Leuchtreklame gegen Atomstrom - da kann man gleich seine Kinder auf Ferialpraxis nach Indien schicken!

Ich befinde mich ja eher am anderen Ende des Spektrums. Bei den Läufen, die ich letzes Jahr absolvieren wollte, wurde ich auf Grund einer völlig überzogenen Altersgrenze nicht zugelassen. (Wie, der 1-km-Lauf ist nur für Kinder bis 10?)
Damit ich aber dieses Jahr nicht nur mitreden, sondern auch mitlaufen kann, war ich diese Woche bei einem Sportarzt - und damit kommen wir endlich zur Geschichte der Woche -, um zu schauen, wie ich beisammen bin. Also, ob man die Organe noch spenden kann oder Ausstopfen die einzige Lösung ist. Dazu hat mir eine Freundin eine ganz tolle Praxis empfohlen. http://www.sportordination.at/startseite.htm?&L=0

In der Ordination angekommen, habe ich mal ein langes Anamneseblatt ausfüllen müssen. Bei der Frage "Haben oder hatten Sie Herzprobleme?" habe ich „Ja“ angekreuzt und dazugeschrieben:  "mir wurde vor kurzem das Herz gebrochen". Hat irgendwie nicht zu dem erhofften Brüller oder der Telefonnummer der entzückenden Sprechstundenhilfe geführt.

Nach einem kurzen Gespräch mit dem Doc wurde ich zu einem Laufband geführt und dort mal mit allen möglichen Geräten verbunden. Dann wurde das Band mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h gestartet und mit einer Eleganz wie von Seven of Nine mit Rostschäden bin ich losmarschiert. Nach fünf Minuten wurde gestoppt und mir wurde als Belohnung ins Ohr gestochen. Dann ging`s mit 7 km/h Geschwindigkeit weiter und nach drei Minuten gab´s wieder einen Belohnungspiekser. Bei 12 km/h sah ich mein Leben an mir vorbeiziehen, aber ich habe die guten Stellen nicht wirklich mitbekommen, weil ich auf meine Füße achten musste, damit es mich nicht aufzaht.

Nach einer Pause im Sauerstoffzelt wurden mir die Ergebnisse präsentiert.
Die Kurzfassung: ich sollte mich wieder dem Golfspiel zuwenden, aber ich auf der Couch und Golf im Fernsehen. Wenn ich unbedingt will, sagte der Arzt, kann ich alternativ auch gehen. Also jetzt nicht aus der Ordination, sondern Spazieren - aber mit Pulsuhr und mit einem Puls von maximal 130. Jetzt werde ich nicht mehr nur von Rollatoren, sondern sogar von Beamten überholt...

Donnerstag, 19. Mai 2011

Was soll das?


Nachdem überraschenderweise mehrere Freunde meinen Indienblog (stefan.vollmilch.at) nicht nur gelesen, sondern auch vorgaben, diesen zu mögen und mich angespornt haben, mehr in die Richtung zu machen, habe ich die Idee geboren, zumindest einmal die Woche ein paar Zeilen zu schreiben. 

Deshalb könnt ihr ab sofort von meinen Geschichtchen der Woche lesen.
Für alle Wiener Linguisten, es geht nicht um das „Gschichtl“ der Woche!
Das wäre nämlich a) ein bisschen indiskret und würde mich b) in einen gewissen Druck bringen – ich will ja nicht nur einmal im Monat was schreiben.
Hier geht’s einfach um lustige oder interessante Erlebnisse oder neue Dinge, die ich gehört oder gelesen habe.
Die Idee ist natürlich geklaut und zwar von meinem Lieblingspodcast „Wie war der Tag, Liebling?“ http://www.swr3.de//-/id=279178/did=908160/ijflq2/index.html.
Von diesem Podcast beziehe ich übrigens große Teile meines Halbwissens.
Aber es müsste in Wien schon möglich sein, zumindest einmal die Woche etwas Schreibenswertes zu erleben. Für gute Ideen oder Anregungen bin ich über die Kommentarfunktion gerne zu haben.
Damit ich jederzeit auch schreiben kann, habe ich mir ein Mini-Netbook-süß-sauer beim Chinashop meines Vertrauens gekauft. Es gibt einen Webshop, der weltweit liefert und sehr lustige Dinge verkauft. Z.B. Sonun Kopfhörer, die nur ganz zufällig wie Sony Kopfhörer ausschauen (www.dealextreme.com).

Es tippt sich etwas schwer auf  7 Zoll, aber so kann ich meinen Glückskeks überall mitnehmen.
Getestet habe ich das Chop Suey Book im Café Savoy beim Naschmarkt und würde ich es darauf anlegen, wäre ich vermutlich das Gschichtl der Woche vom Kellner, aber der Kaffee ist gut und meine Knusprige Ente wird mit Strom und Wlan versorgt (und der Kellner hat mich mit seiner Frühlingsrolle in Ruhe gelassen).

Soviel zu meinem Plan, ich hoffe auf reges Feedback und viele Leser.


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