Einmal pro Woche schreibe ich hier ein kleines Geschichtchen, was mir so widerfahren ist. Somit sind alle Personen frei erfunden und, falls sich wer wiedererkennt, ist das ein bloßer Zufall. Kommentieren und Link weitergeben ist absolut erwünscht.
300 Facebookfreunde reichen nicht, ich will neue Menschen kennenlernen. Jetzt ist das aber heutzutage gar nicht so einfach - man trifft ja irgendwie immer die gleichen. Also habe ich mir überlegt, wound wie ich neue Seelenpartner finden kann.
Hier die Ideen, die mir spontan eingefallen sind.
1. Im Frühverkehr in der Wiener U-Bahn einen beliebigen Gast mit den Worten "Bist du öfter hier?" ansprechen.
2. Einem Augustinverkäufer alle Zeitungen abkaufen, und versuchen,diese bei der nächsten Golfrunde zu verhökern.
3. Sich von Richard Lugner adoptieren lassen und die Filmrechte an ATV verkaufen.
4. Im Internet eine beliebige Autoanzeige öffnen, den Verkäufer anrufen, und möglichst mit Kärntner Akzent fragen: "Wos is die Leistung?" Den Verkäufer dann in der gemeinsamen U-Haft auf ein Bier einladen.
5. Apropos Kärnten - In Kärnten in die Politik einsteigen, nach einemJahr verkünden, dass man von niemanden Geld genommen hat, im VillacherZoo als letzter seiner Art ausstellen lassen.
6. Einen Pizzalieferservice aufsperren und nur grausliche Pizzenausliefern. (okay das ist nicht sehr originell, das gibt es schon 100mal in Wien)
7. bei der FPÖ mit Arierausweis beitreten. Dann beim Paintball mit HC verkünden, dass man ein Linkslinker ist, der voll auf Multikuli steht,und einen Döner verlangen.
8.Sich als Sparefroh verkleidet auf die nächste Raiffeisenvollversamlung begeben.
9. Die Haare Rot färben und zum neuen Batmanfilm gehen.
10. Einen sinnlosen Blog schreiben und hoffen, dass die Leser ihn weitergeben.
Ich habe ja vor längerer Zeit mal über eine Mediationsmöglichkeit im Alltag berichtet. (hier)
Nachdem ihr diese alle nun ausgiebig geübt habt, könnt ihr euch an die nächste Stufe wagen, die ich euch nun vorstelle.
Und zwar geht es heute um Telefonmeditation.
Für diese Methode benötigt man einen Nachmittag Zeit, idealerweise regnerisches Wetter, ein Telefon, und ein beliebiges technisches Problem. Ahja! und eine Telefonhotline, die dafür zuständig ist.
Die Übung beginnt mit einem einfachen Anruf bei einer Hotline. Zum Beispiel bei deinem Telefonanbieter weil wieder einmal die Internetverbindung sehr langsam ist. Gleich zu Beginn des Gespräches hört man eine nette Computerstimme, die freundlich informiert, welche Nummer man nun drücken muss, um genau den richtigen Mitarbeiter zu erwischen. Jetzt fängt die erste Phase der Tiefenentspannung an. Mithilfe der Warteschleifenmusik, die von jemanden aus den 80ern im Hinterzimmer auf einer Bontempi Orgel komponiert wurde, und aus 4 Noten und 8 Takten besteht, kann man nun das Problem vor dem inneren Auge visualisieren. Keine Angst, wenn das nicht sofort geht, man hat ja gut eine halbe
Stunde Zeit.
Irgendwann hebt ein kompetenter Mitarbeiter, meistens mit dem Namen Justin Wondrajek, ab. Nachdem du diesem deine Kundennummer, Adresse, Geburtsdatum sowie die richtigen Lottozahlen der letzten 3 und nächsten 2 Ziehungen gesagt hast, kannst du ihm dein Problem schildern. Wichtig ist es, hier sehr langsam zu reden und bei unbekannten Fremdwörtern, wie z.B. Internet, diese zu buchstabieren.
Wenn du dein Problem verständlich gemacht hast, hilft dieser mit individuellen Lösungsvorschlägen, wie z.B. "sitzen Sie vor dem richtigen Computer?“, „ist dieser eingeschalten?“, „haben sie die Rechnung gezahlt?“, und anderen hilfreichen Tipps, die wirken, als würde er diese von einer Liste lesen, was er auch exakt macht.
Wenn du Justin nach 10 Minuten Telefonat davon überzeugt hast, dass du dich sicher in deiner Wohnung befindest, die Welt noch nicht untergegangen ist, und du das Internet nicht kaputt gemacht hast, hast du einen wichtigen Schritt getan - du darfst ins Second Level.
Dort sitzen meistens Leute, die schon den Computerführerschein gemacht haben - also Experten sind.
Die erklären erstmal ausführlich, warum du an der ganzen Misere schuld bist, sie und ihre Firma so tolle Dienste anbieten und du dessen gar nicht würdig bist. Hier gilt es, einen Cheat zu finden, auch diese zu besiegen, und schon steigst du ins Third Level auf.
Diese armen Menschen besitzen meistens kein Telefon, ergo müssen sie erst eine Telefonzelle finden, bevor sie zurückrufen können - das erklärt auch, warum das so lange dauert. Wenn sie sich aber melden, merkst du gleich, der Netzwerkadministrator bei Humboldt hat sich ausgezahlt, und die helfen meistens weiter.
Diesen Ablauf haben wir einer Methode namens ITIL zu verdanken. Dies ist die Art, wie man IT Organisationen besser gestalten und Kunden in den Wahnsinn treiben kann.
Die Idee für diese Methode kommt aus Amerika und ist den Textadventures aus den frühen 90ern nachempfunden. (Nimm Stein und haue gegen Ork)
Dies ist übrigens auch der Grund, warum ich jetzt immer mehr Flugangst bekomme. Wenn es unterwegs kurz rumpelt, befürchte ich, die arbeiten genau wie wir.
Dann schließe ich die Augen und stelle mir den Funkverkehr im Cockpit vor:
Pilot: Hallo Tower, befinde mich auf dem Flug von Wien nach New York, meine Flughöhe ist 8000 Fuss, die Kontrollleuchte für das linke Triebwerk meldet einen Fehler, bitte um weitere Instruktionen.
Tower: Willkommen bei Tower New York, dem Ziel ihrer Träume! Danke, dass Sie unsere Nummer gewählt haben. Drücken Sie 1, um eine Verspätung zu melden, 2 bei rauchendem Fluggast, unter 3 erreichen sie
sie das Chartering, 4 bei technischen Gebrechen, 5 bei sonstigen Problemen, 6 wenn Sie die Ansage in Mandarin hören wollen und 7, wenn ihr Flugzeug entführt wird. Wenn Sie nicht mehr wissen warum Sie uns kontaktiert haben drücken sie 8, und mit 9 wiederholen wir die Ansage.
Pilot: 4
Tower: Danke! Wir verbinden Sie an einen unserer technischen Mitarbeiter. Aufgrund erhöhten Flugaufkommens kommt es derzeit zu längeren Wartezeiten. Wir bitten um etwas Geduld.
Es folgt diese Warteschleifenmusik.
Tower: Hallo mein Name ist Kevin Zadrobilek, was kann ich für Sie tun.
Pilot: Hallo Tower, befinde mich auf den Flug von Wien nach New York, und die Kontrollleuchte fürs linke Triebwerk meldet einen Fehler - bitte um weitere Instruktionen.
Tower: Bitte geben Sie ihre Flugnummer, Kerosinstand, Aszendent ihrer Ehefrau sowie die Körbchengrößen der Stewardess der ersten Klasse bekannt.
Pilot: Wozu braucht ihr diese Infos? Ich habe Probleme mit dem Triebwerk.
Tower: Tut mir leid das sind Mussfelder im Ticket, ohne diesen Infos kann ich ihnen leider nicht helfen.
Pilot: AB123, 4000 Kilo, Jungfrau, C, und das Triebwerk ist mittlerweile ausgefallen
Tower: Können Sie kurz aus- und wieder einsteigen?
Pilot: Wie bitte? Ich befinde mich auf 8000 Fuss!
Tower: Haben Sie schon probiert, es neu zu starten?
Pilot: Negativ! Triebwerk hat zu rauchen angefangen.
Tower: Laut internationaler Vorschrift ist das Rauchen in Flugzeugen nicht gestattet, bitte informieren Sie den betroffenen Fluggast und unterbinden sie das Fehlverhalten!
Pilot: Seid ihr des Wahnsinns? Das Triebwerk brennt! Wo kann ich notlanden?
Tower: Oh, da bin ich nicht zuständig, ich werde das Ticket an den Second Level weiterleiten, der zuständige Agent wird sich bei Ihnen melden.
Spätestens dann wache ich schweißgebadet auf, und bete nur noch, dass wir sicher landen.
"Geld verdirbt bekanntlich den
Charakter", begann letztlich mein Chef die Gehaltsrunde. Mit "und auf
einen guten Charakter kommt es schließlich an." beendete er sie auch
gleich wieder.
Super! dachte ich mir - da mach ich mir doch ein Fass auf! (Kündige die Wohnung
und ziehe in das Fass).
Mit ehrlicher Arbeit ist kein Geld zu verdienen concludierte ich, also
fragte ich meinen besten Freund um Hilfe - Google.
Obwohl es rund 39 000 Hits bei "Jobbörse Mafia" oder
"Jobangebote Mafia" gibt, kam da irgendwie nur Unsinn raus. Die
einzigen Stellenangebote, die ich fand, waren von einer Bank - und da arbeite
ich jetzt schon.
Als nächstes suchte ich nach Möglichkeiten, mich im Stangentanz zu beweisen.
Die gefundenen YouTube-Videos machten mir klar, wie wichtig die Präpositionen
in der deutschen Sprache sind. Man tanzt offensichtlich an bzw. auf und nicht
mit einer Stange. Also fällt auch das aus.
Meine Mutter schenkte mir mal folgenden Spruch, den ich nicht ganz verstehe:
Ich schaue nämlich
sehr aufs Geld, und spare wo es geht. Zum Beispiel kaufe ich nur
Sonderangebote, wenn ich mit meinem Learjet nach New York zum Shoppen fliege,
und der Kaviar ist in Russland einfach günstiger.
Auf Jagdausflüge lasse ich mich sowieso nur einladen, und das passiert quasi
von selbst - solange man am Telefon nicht fragt, was seine Leistung sei, und
Untersuchungsausschüsse so schlagkräftig wie ein Wattebausch bleiben.
Sonst gebe ich so gut wie kein Geld für unnütze Dinge aus. Meine Haushälterin -
Frau Sokol - gehört quasi zur Familie, und eine Yacht ohne 3 Masten und 30
Personen Crew verdient den Namen nicht. Und seit der Finanzkrise sind die
Anlegeplätze in Monaco fast umsonst.
Apropos Finanzkrise - man muss jetzt genau überlegen, wie man an der Börse Geld
verdient. Die meisten Investmentbanker, die ich kenne, arbeiten jetzt im
Tricafe gleich neben der Börse, ich habe mich aufs Gitarrenspielen verlegt - da
kann ich long und short gehen soviel ich will.
Deshalb habe auch schon mit einer Musikerkarriere spekuliert. Mein Ziel: Für
Österreich zum Eurovisionssongcontest - schlecht genug wär ich. Und dann kann
ich mein Leben lang Media Märkte eröffnen und mit dem Lugner zum Opernball
gehen. Auch keine rosige Aussicht.
In meiner Verzweiflung habe ich ein Orakel befragt. Bei Vollmond habe ich um
Mitternacht ein Menschenopfer dargebracht und bin dann singend und
blutverschmiert um den Laptop herumgetanzt, bevor ich die Frage "wie werde
ich Reich" in Google eingegeben habe. Gefunden wurden über 13 Mio
Einträge. Also machte ich mich ans Lesen - wenn ich für jeden Schwachsinn da
einen Euro bekommen hätte, wäre mein Problem auch gelöst, aber egal.
Viel interessanter als die Informationen, die da zu lesen waren, war die
Werbung, die auf den Sites geschalten wurden. Wenn man nach "Reich ohne zu
arbeiten" sucht, tauchen da nämlich Werbungen von Kreditfirmen, Glücksspielseiten
und Psychiatern auf.
Damit ist die Lösung klar - ich werde reich durch Werbung. Flugs habe ich einen
Vertrag mit Google Ads abgeschlossen, wo ich gefühlte 1000 x versprechen
musste, dass ich nicht selber auf die Anzeigen klicke, noch meine Leser dazu
animiere (die Anzeigen befinden sich rechts unten). Außer dass ich nach dem Tod
meine Seele an Google überschreibe, waren da auch keine wirklichen Haken im
Vertrag zu finden.
Und weil ich jetzt diesen doofen Mordprozess am Hals habe, finde ich vielleicht
auch endlich Zeit, regelmäßig zu schreiben.
Einen wunderschönen Wochenanfang euch allen, ich hoffe ihr könnt gut erholt in die Woche starten, und damit das noch leichter geht, hier ein kleiner Erlebnisbericht mit vielen Fotos von meinem Pfingstsonntag.
Wir leben ja in einer so gestressten und technokraten Welt, also dachte ich mir - Zurück zur Natur! Endlich wieder Menschen treffen die noch im Einklang mit-, und den Früchten von Mutter Erde leben. Ich hab gelesen da gibt es ein Naturvolk, das anhand der Flugbahn eines Vogels das Wetter vorhersagen kann. Gut manchmal opfern die auch eine Jungfrau aus dem Dorf für eine guter Ernte, weil irgend so ein Piepmatz eine Schleife zu viel geflogen ist, aber mit Kollateralschäden muss man halt leben. Und nachdem ihre Information noch mündlich von Generation zu Generation weitergegeben wird, können da schon mal wichtige Details verloren gehen.
Also auf zu fremden Sprachen und exotischen Kulturen - wir fuhren spontan ins Waldviertel.
Ziel unserer Reise war das Mohndorf Armschlag. (www.mohndorf.at).
Dort dreht sich - wie schon der Name vermuten lässt- alles um Mohn. Und wenn ich schreibe alles, dann meine ich wirklich alles.
Es gibt dort einen Mohnwirten (www.mohnwirt.at), bei dem neben Mohntorte und Mohnnudeln, auch Junghuhn gefüllt mit Weißmohn (leider ausverkauft), Karpfen mit Mohnmantel (nicht getraut), Mohnschnaps und Mohnlikör(Autofahrer) sowie Mohn im Hemd (also jetzt ist aber Schluss) angeboten wurde.
Nachdem wir uns dort mit Backhendl und Surschnizel gestärkt haben (beides serviert von Mohnika), sind wir beim Mohngarten vorbei und zum naheliegenden Mohnbauernladen gegangen.
Dort gab es neben alltäglichen Dingen wie Barbie´s Mohndorf Tracht (Foto) auch die exklusive Kosmetik Linie Mohn-Amour (http://www.mohn.at/cms/mohn-amour-produkte)
Wir sind schnell raus aus dem Stadl und überlegten was wir nun als nächstes machen könnten. Gott sei dank fanden wir folgendes Programm, welches auch die Diversität dieses Ortes wiederspiegelt. Ab da gab es kein Halten mehr für uns - wir wollten alles sehen!
So gingen wir zum Mohngartenstadl um ein bisschen mehr über Mohn zu erfahren. Doch leider hatten wir Pech, dieser war geschlossen - es war nicht Mohntag.
Also sind wir noch etwas im Dorf herum spaziert und ich habe ein paar Fotos gemacht die ich euch nicht vorenthalten will.
Hier seht ihr das längste Mohnbild der Welt - quasi die Mohn-a-Lisa des Ortes.
Ich wusste es - alle Wege führen nach Mohn!
Jetzt ist es nur ein harmloser Bach, aber der wird zu einem reißenden Fluss während der Mohnsum-zeit
Der Mohnladen ist in einen ehemaligen Mohn-tesori-Kindergarten untergebracht. Da gab es mal mal was neues - Mohnstrudel.
Die Kinder dürfen den Ort nicht verlassen, denn hinter dem Berg lauert ein ganz böses Mohnster.
Hier das Pferd des letzten Mohnikaners
Nach ein paar Stunden wurde es etwas mohnoton und wir hatten genug von Mohn und schlechten Kallauern.
Deshalb ruhten wir uns auf der Bank aus und fuhren heim.
Für die Mohnmente der Stille, ein Thron für einen Mohnarchen.
Am Abend spielten wir noch eine Runde Mohnopoly während im Fernsehen ein Formel Eins Rennen lief.
Und ihr werdet nie erraten welches das war - genau - Der große Preis von Mohnaco.
Ja ich weiß - dass der Blog "das Geschichtchen der Woche" heißt
hat momentan soviel Wahrheitsgehalt wie die Aussagen von Finanzministern im
Untersuchungsausschüssen.
Aber zuminderst gelobe ich Besserung! Ich habe wirklich vor öfter zu
schreiben, aber wenn mir nicht wirklich was einfällt, will ich euch auch nicht
mit irgendwelchen gezwungenen Dingen langweilen. Wobei ich hatte wieder einmal
einen guten Grund, warum ich so lange nichts geschriebenen habe.
Ich habe gerade eine sehr schmerzhafte Trennung hinter mir und da kommen
einem nicht so leicht lustige Geschichten über die Lippen geschweige auf
(Blog)Papier.
Aber jetzt habe ich zumindest die Kraft über diese Trennung zu schreiben,
und das ist sicher mal ein Anfang.
Vor nicht allzu langer Zeit bekam ich eine SMS dass sie so nicht
weitermachen kann, und sie nicht mehr zu mir kommen kann. Ich war so geschockt,
weil das letzte Mal wie ich sie gesehen habe, hatte sie sich gar nichts
anmerken lassen. Ich sage euch - dieses Loch, dass sie in mein Leben gerissen
hat, ist wirklich groß und schmerzhaft, ich weiß nicht wie ich jetzt
weitermachen soll.
Ja! ich gebe es ja zu, es war mehr eine Zweckbeziehung, aber sie war mir
sehr wichtig, und ich habe sie immer vermisst wenn sie mal nicht kommen konnte
und ich bin ihr stets treu geblieben.
Ich sage euch, jeden Abend wenn ich in meine Wohnung komme, denke ich an
sie! Es war immer so einfach und unkompliziert - sie kam alle zwei Wochen mal
vorbei, stellte keine Fragen, wieso es so ausschaut, und hat ohne zu murren
meine Hemden gebügelt. Jetzt muss ich wieder meine Küche selber aufräumen, die
Hemden in die Putzerei bringen, und ich werde mir endlich einen
Staubsaugerroboter von Samsung kaufen!
So nachdem ich mir das vom Herzen geschrieben habe, geht es mir gleich
besser. Aber es ist wirklich ein großer Schnitt im Leben wenn einen die
Putzfrau verlässt. Aber ich hoffe wir bleiben gute Freunde.
Als Mann habe ich ja ein anderes Schmutzlevel beziehungsweise einen weitaus
geringeren Leidensdruck bezüglich Wohnungsoptik. Da zu fällt mir eine
Geschichte, die ich wirklich so erlebt habe, ein.
Ich hatte in der Vergangenheit ja manchmal einen Hang zu unglaublich lieben,
aber mitunter schwierigen Frauen. Wobei bei der Folgenden
"schwierig" mit der Bauanleitung für eine Interkontinentalrakete in
Braille gleichzusetzen ist, und ich bis jetzt nur im Zusammenbau von
Überraschungseiinhalten erprobt war.
Wie auch immer, um in diesem Blog etwas Diskretion zu wahren, nenne ich die
Dame im folgenden mal Steffi - nicht zuletzt weil sie ja auch so heißt. Und
Steffi und ich waren fast ein Jahr zusammen, aber sie hatte nie bei mir
übernachtet. Also heißer Sex und dann ist sie heimgefahren. Das finden zwar
manche Geschlechtsgenossen recht fein, ich bin aber nicht so ein Macho, sondern
von der romantischen Ecke und hätte mich gefreut wenn sie bei mir geschlafen
hätte. Außerdem wer will nicht mit Kaffee und Blow Job geweckt werden.
Also führte ich in meinem Wohnzimmer das erste unserer zwei ernsthaften
Gespräche dieser Beziehung, welches ich hier wortwörtlich wiedergeben
möchte:
Ich: "Steffi warum schläfst du nie bei mir?".
Sie: "Ich fühle mich nicht wohl bei dir"
Ich: "Warum denn das?"
Sie: "Siehst du den Tisch?" ich nickte, "und den
Kasten?" erneut bejahrte ich, "und die Tür?", ja klar.
"Die Holzsorten passen nicht zusammen"
Seit diesem Tag kaufe ich nur noch Birke bei Ikea!